Die SchuleSchulprogramm

Schulprogramm des BSZ für Technik II Chemnitz - Handwerkerschule

 

1 Präambel

Die Lehrer und die Schüler / Auszubildenden des Beruflichen Schulzentrums für Technik II Chemnitz stellen mit diesem Schulprogramm den Rahmen für ihre Arbeit vor. Die Grundlage dafür ist das Sächsische Schulgesetz § 1 Abs. 3.
Das Schulprogramm setzt Prioritäten und legt Organisationsformen für inner- und außerschulische Kooperationen mit unseren Partnern fest.
Für die Öffentlichkeit trägt es zur Information über das Berufliche Schulzentrum und zur Transparenz der pädagogischen Prozesse bei.
Blick von der Hartmannstraße

2 Historischer Rückblick

Kurzchronik der Schule an der Schloßstraße

1906 Gründung des Realprogymnasiums ohne eigenes Schulgebäude
1910 Einweihung des Realprogymnasiums mit Realschule am 21.September 1910
1910–1912 Realprogymnasium mit Realschule
1913–1915 Realgymnasium i. E.
1916–1937 Reformrealgymnasium mit Realschule
1938–1945 Dietrich-Eckart-Schule, Oberschule für Jungen
1945–1948 Oberschule Schlossstraße
1949–1952 Umzug der Oberschule; Angliederung des Gebäudes Schloßstraße an die Handwerkerschule
1952–1962 Gewerbliche Berufsschule III
1962–1990 Umzug der Betriebsberufsschule der Bau-Union in die Schloßstraße; Bau- und Montagekombinat (BMK) Süd, Industriebau Karl-Marx-Stadt, wird neuer Trägerbetrieb; Umbenennung in Betriebsberufsschule „Georg Garreis”
1990–1993 Auflösung der BBS „Georg Garreis“; Weiterführung als Berufliches Schulzentrum Schloßstraße
1993–2001 Berufliches Schulzentrum für Technik IV mit Technischem Gymnasium (nach 44 Jahren beginnt wieder eine gymnasiale Ausbildung)
seit 2001 Berufliches Schulzentrum für Technik II -Handwerkerschule
2003–2006 Generalsanierung und Neustrukturierung des Schulkomplexes; Einweihung

Kurzchronik der Schule an der Promenadenstraße

1829–1912 Gründung des Handwerkervereins und Einrichtung einer Fortbildungsstätte für das Handwerk (Unterbringung bis 1912 an verschiedenen Standorten in Chemnitz, Schülerzahl von ca. 1800 im Jahre 1910)
1912 Einweihung des Gebäudes der kommunalen III. Fach- und Fortbildungsschule am 13. April 1912 an der Promenadenstraße (die seit 1829 existierende Handwerkerschule geht hierin auf, ohne dass man den Namen Handwerkerschule weiterführt)
1928–1952 Umbenennung der III. Fach- und Fortbildungsschule an der Promenadenstraße in Handwerkerschule (nach einer Reorganisation des Berufsschulwesens in der Stadt und in Abgrenzung zu der im gleichen Jahr eingeweihten Industrieschule am damaligen Karl-Marx-Platz)
1952–1974 Gewerbliche Berufsschule II Chemnitz bzw. Karl-Marx-Stadt
1974–1993 Kommunale Berufsschule II Karl-Marx-Stadt bzw. Chemnitz
1992 Gründung des Fördervereins
1993 Eintragung ins Vereinsregister - Rechtsfähig seit 1993 Berufliches Schulzentrum für Technik II - Handwerkerschule (Wiedereinführung des Traditionsnamens Handwerkerschule nach über 39 Jahren)
2001 Zusammenlegung mit dem Gebäude Schloßstraße unter dem gemeinsamen Namen Berufliches Schulzentrum für Technik II – Handwerkerschule
2004–2006 Generalsanierung und Neustrukturierung des Schulkomplexes; Einweihung

 

3 Schulprofil

Die Berufsschule

In der Berufsschule werden die Auszubildenden vorrangig dual ausgebildet. Darüber hinaus führt die Berufsschule Klassen im Bereich der berufsvorbereitenden Ausbildung und der beruflichen Förderschule.

Ziele

Grundlegend für die Schüler ist die Aneignung aller Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die zur Ausübung des Berufes benötigt werden, sowie der anschließende Erwerb des Gesellenbriefes.
Im Berufsvorbereitungsjahr sollen die Schülerinnen und Schüler die Grundlagen für den Beruf erlernen, um danach in eine Berufsausbildung übergehen zu können.

Ausstattung

Einblicke beispielsweise in Frisuersalon, Metall- Maschinenraum, Tischlerwerkstatt, Malerwerkstatt, Schmiede...

FriseursalonMetall - MaschinenraumTischlerwerkstattMalerwerkstattRaumausstatterwerkstatt

Schülerzahlen/Einzugsgebiete

Derzeit zählt die Schule 800 Berufsschüler, die aus Chemnitz und  dem Chemnitzer Raum sowie den Bundesländern Sachsen, Thüringen und Bayern kommen.

Profilbeschreibung/ Struktur
Ausbildungsrichtungen: Ausbildungsberuf:
Berufsfeld Farbtechnik/ Raumgestaltung:

Maler / Lackierer
Bau- und Metallmaler
Bauten- und Objektbeschichter
Bauzeichner
3 Schwerpunktausbildungen
1   Architektur
2   Ingenierbau
3   Tief-, Straßen- u. Landschaftsbau

Berufsfeld Holztechnik:

Tischler

Holzmechaniker

Berufsfeld Körperpflege: Friseure
Berufsfeld Metalltechnik: Anlagenmechaniker
Metallbauer
Feinwerkmechaniker
Karosserie- und Fahrzeugmechaniker
Stanz- und Umformmechaniker (neu)
BVJ in der JVA Chemnitz Grundstufe Farbe/Raum

 

Ausgewählte Berufe:

Ausbildungsberuf Bauzeichner

Schwerpunktausbildungen

1.    Architektur
2.    Ingenieurbau
3.    Tief-, Straßen- und Landschaftsbau

Kurzcharakteristik des Bildungsganges

Der Einsatz von Bauzeichnern erfolgt überwiegend in Architektur- und Planungsbüros der Bauwirtschaft, aber auch in Ämtern der kommunalen Verwaltung.
Der Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnik ist Bestandteil der täglichen Arbeit von Bauzeichnern.

Ausbildungszeit:        3 Jahre

Die Ausbildung erfolgt im Blockunterricht mit wechselnd 2 Wochen Berufstheorie im BSZ für Technik II/ Handwerkerschule und ca. 4 Wochen Berufspraxis im Ausbildungsbetrieb oder der überbetrieblichen Einrichtung.

Während der praktischen Ausbildung ist ein Baustellenpraktikum zu absolvieren.

In der Mitte des 2. Ausbildungsjahres findet die Zwischenprüfung statt.
Im 3. Ausbildungsjahr erfolgt die schwerpunktbezogene Ausbildung in der jeweiligen festgelegten Fachrichtung.

Die Berufsausbildung schließt mit einer Facharbeiterprüfung vor der IHK ab.

Möglichkeiten der Weiterbildung zum Bautechniker bzw. Studium zum Bauingenieur  oder Architekten

Anlagenmechaniker

Anlagenmechanikerinnen/ Anlagenmechaniker sind überwiegend in der Herstellung, der Erweiterung, im Umbau oder in der Instandhaltung von Anlagen des Rohrleitungs-, Lüftungs-, Behälter- und Apparatebaus tätig. Ihre Aufgaben können das Fertigen, Montieren, Prüfen, Inbetriebnahme, Warten, Inspizieren und Instandsetzen von Apparaten, Rohrleitungen, Rohrleitungssystemen, rohrleitungs- und lüftungstechnischen Anlagen umfassen.

Der Rahmenlehrplan geht von folgenden Zielen aus:

Die Schülerinnen und Schüler beachten die besondere Verantwortung der Anlagenmechanikerin/des Anlagenmechanikers für die Sicherung der menschlichen Lebensgrundlagen im Zusammenhang mit einer auf Nachhaltigkeit orientierten Energie- 
und Ressourcennutzung und entwickeln Beratungskompetenz im Hinblick auf die Techniken zur Energie- und Ressourceneinsparung, zur rationellen Energienutzung und zur Nutzung erneuerbarer Energien. Dabei betrachten sie die zu errichtenden Anlagen als energetische Gesamtsysteme und berücksichtigen Gewerke übergreifende Zusammenhänge.

Ausgangspunkt für das berufsschulische Lernen sind die konkreten berufs- und produktionsspezifischen Handlungen. In den folgenden Zielformulierungen werden daher in allen Lernfeldern Handlungen beschrieben, die von den Lernenden im Sinne vollständiger Arbeits- und Geschäftsprozesse selbst geplant, durchgeführt und bewertet werden sollen.
Durch die Veränderungen in den Geschäftsprozessen des genannten Berufes erhalten die betrieblichen Mitarbeiter verstärkt Kontakt mit externen Kunden und sind darüber hinaus im Arbeitsprozess selbst interne Kunden aller miteinander kooperierenden Abteilungen eines
Betriebes. Diese Kundenorientierung stellt insbesondere die technischen Mitarbeiter in den Betrieben vor neue Herausforderungen. Im Rahmenlehrplan sind daher in den Lernfeldern Inhalte der Kommunikationskompetenz der zukünftigen Mitarbeiter vorgesehen. Den Schülern und Schulerinnen sind insbesondere Aspekte und Elemente der Kommunikation,
Kundenorientierung und Qualitätssicherung zu vermitteln. Sie sollen in allen Lernfeldern gleichermaßen Berücksichtigung finden, werden jedoch nur dann ausdrücklich erwähnt, wenn neben ihrer generellen Beachtung spezielle Aspekte des beruflichen Handlungsfeldes berücksichtigt werden müssen. Wenn in den Zielformulierungen vom Planen gesprochen wird, so wird darunter die Planung im Sinne der Antizipation der konkreten Berufshandlung verstanden, nicht die vollständige Konzipierung von Anlagen oder Anlagenteilen.
Installieren im Sinne der berufstypischen Tätigkeiten kann neben der Neuinstallation auch die Teilrevision, Erweiterung und Sanierung von Anlagen und Systemen sowie Instandhaltungsmaßnahmen umfassen.

Stanz-und Umformmechaniker  -  Der neue Beruf im Fachbereich Metall

Die Berufsausbildung zum Stanz- und Umformmechaniker gliedert sich wie folgt:
-Berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten:
-Herstellen von Bauteilen, Montieren und Demontieren von Baugruppen,
-Vorbereiten der Produktion,
-Einrichten und Inbetriebnahme von Stanz- und Umformmaschinen,
-Überwachen, Steuern und Optimieren von Produktionsprozessen,
-Anschlagen, Sichern und Transportieren

Ausbildungsdauer 3,5 Jahre (ab 3.Lehrjahr Länder übergreifende Fachklasse in NRW, Abschlussprüfung bei der IHK)


BVJ  in der JVA Chemnitz
Seit über einem Jahrzehnt bildet die Handwerkerschule mit Unterbrechung in der Justizvollzugsanstalt Chemnitz junge Inhaftierte im Bereich Farbe/ Raum in der Grundstufe aus.
Hierbei werden fachspezifisch Theorie wie auch gerätegestützter Unterricht / Fachpraxis bedient.
Durch diese Ausbildung sind die Teilnehmer ausgerüstet, in eine Ausbildung zum Bauten- und Objektbeschichter sowie Maler/Lackiererausbildung überzugehen.

Am Ende der einjährigen Ausbildungszeit im BVJ wird eine Abschlussprüfung in Theorie und Praxis absolviert.

 

 

Das Berufliche Gymnasium

Das Berufliche Gymnasium - an unserem Beruflichen Schulzentrum mit den Fachrichtungen Technikwissenschaft sowie Gesundheit und Sozialwesen – baut als gymnasiale Oberstufe auf dem Realschulabschluss auf. Etwa 13% der Mittelschulabsolventen mit Realschulabschluss besuchen Berufliche Gymnasien, um die allgemeine Hochschulreife zu erwerben.

Ziele

Der Erwerb der allgemeinen Hochschulreife, des Abiturs, und das Erlangen der Voraussetzung für eine qualifizierte Berufsausbildung stellen den Abschluss des Beruflichen Gymnasiums dar. Auf wissenschaftliche Arbeit vorbereitende Leistungs- und Grundkurse entwickeln die Studierfähigkeit unserer Schüler und vertiefen deren allgemeine Bildung.

Struktur

Das Berufliche Gymnasium ist als eigenständige Schulart in das Berufliche Schulzentrum für Technik integriert.
Die Schwerpunktfächer unseres Beruflichen Gymnasiums sind Maschinenbautechnik, Datenverarbeitungstechnik sowie Gesundheit und Sozialwesen. Eines dieser Fächer wählen die Schüler als zweites Leistungskursfach.
Das Berufliche Gymnasium umfasst drei Jahre Vollzeitausbildung, davon die Einführungsphase der Klassenstufe 11 im Klassenverband sowie die Qualifikationsphase der Jahrgangsstufen 12 und 13 im Kurssystem.
Den Abschluss der Ausbildung bildet die zentrale Abiturprüfung.

Schülerzahlen/Einzugsgebiete

Die Klassenstufe 11 wird in zwei bis drei Klassen unterrichtet. Insgesamt lernen ca. 160 Schüler am Beruflichen Gymnasium.
Der größte Teil der Schülerschaft wohnt in der Stadt Chemnitz. Bedingt durch unsere Schwerpunktfächer kommen Schüler auch aus dem Großraum Chemnitz sowie dem gesamten Regierungsbezirk Chemnitz.

Ausstattung

Alle Fachunterrichtsräume, z. B. für Deutsch, Literatur, Fremdsprachen, Geschichte/Ge-meinschaftskunde, Wirtschaftslehre/Recht, Mathematik, Ethik und Religion, sind neu saniert und modern eingerichtet, u. a. mit Overheadprojektor, Beamer und Notebook.
Die Fächer Physik, Chemie und Biologie werden in komplett ausgestatteten Hörsälen und Experimentierräumen unterrichtet. Eine umfangreiche, neu ergänzte Lehrmittelsammlung unterstützt das Lernen.
Es stehen mehrere Fachkabinette für Informatik und Datenverarbeitungstechnik sowie für CAD-Anwendung, Metalltechnik, Pneumatik und Kunst zur Verfügung.

Chemie/Biologie-LaborPhysik-LaborPhysik- Hörsaal

Chemie/ Biologie- Labor                                                                                                                Physik-Hörsaal

4 Leitbild „Leben ist Streben"

Leben ist Streben Wir wollen im freundlichen Schulklima Freude am Lernen wecken, zu kreativem, kritischem Denken anregen und zu eigenständigem, verantwortungsvollem Handeln erziehen. Begabungen unserer Auszubildenden und Schüler sollen gefördert werden. Wir erziehen die Auszubildenden und Schüler zu Hilfsbereitschaft und zur Achtung ihrer Mitmenschen.


Berufsschule

In unserem Berufsschulteil erlangen die Auszubildenden ein solides berufliches Basis-wissen, gekoppelt mit Handwerks- und Traditionsverbundenheit. Sie erhalten damit eine optimale Vorbereitung auf ihr Berufsleben.
Durch handlungsorientierte Unterrichtsgestaltung werden selbstständiges Denken und Handeln, Innovationsbereitschaft und Teamgeist gefördert.
Die Auszubildenden schätzen die Bedeutung der Wettbewerbsfähigkeit richtig ein und kennen bzw. nutzen die Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten.

Berufliches Gymnasium

Ziel unseres Beruflichen Gymnasiums ist die Befähigung lernwilliger Schüler, auf hohem Niveau die Allgemeine Hochschulreife zu erwerben und sich somit optimal auf eine akademische Ausbildung vorbereiten zu können.

5 Aus den Leitbildern abgeleitete Entwicklungsschwerpunkte

 

5.1.    Förderung eigenverantwortlichen Lernens und Arbeitens im Unterricht

Der wesentlichste Bestandteil des schulischen Lebens ist der Unterricht.
Er soll den Schülern helfen, sich in unserer komplexen Welt zu orientieren, diese gesellschaftlich, politisch und kulturell zu entwickeln und zu gestalten. Der Unterricht vermittelt tiefgründiges Wissen, befähigt zur eigenständigen Erfüllung gestellter Aufgaben und leistet praxisbezogene Beiträge im wissenschaftlichen Arbeiten für einen weiterführenden Bildungsgang.
Problemorientiertes und komplexes Denken werden gefördert. Insbesondere wird der Einsatz vielfältiger Sozialformen wie Diskussion, Streitgespräch, Gruppenarbeit und Partnerarbeit trainiert. Dazu dient ein einheitliches Handeln der Lehrer als Vorbild. Eine fächerübergreifende Zusammenarbeit aller Lehrenden wird damit gefördert. Weiterhin praktiziert die Lehrerschaft Hilfsbereitschaft, ohne jedoch in der Strenge und der pädagogischen Konsequenz nachzulassen, und achtet auf einen freundlichen Umgangston im Schulhaus.
Mit der Gestaltung einer würdevollen Zeugnisausgabe am Schuljahresende werden die Schüler zu weiterer fleißiger und kreativer Arbeit angespornt.

5.2.    Schülermitbestimmung und Schülervertretung

 

Zur Gestaltung des Lebens und des Unterrichts an unserem Berufsschulzentrum werden Klassenschülersprecher, Schülersprecher der Schule und Schülerrat gewählt. Zu deren Aufgaben gehören insbesondere die Vertretung schulischer Interessen der Schüler, Mithilfe bei der Lösung von Konfliktfällen und die Durchführung gemeinsamer Veranstaltungen. Die Schüler und ihre gewählten Vertreter werden in ihrer Arbeit von Lehrern und Eltern unterstützt.

5.3.    Zusammenarbeit zwischen Schule, Ausbildungspartnern und Elternhaus

Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Ausbildungspartnern und Eltern ist ein wesentlicher Baustein für die erfolgreiche Berufsausbildung und für die Erlangung der allgemeinen Hochschulreife. Vielfältige Veranstaltungen wie Elternabende, Elternsprechstunden, Meisterabende, Informationsveranstaltungen zur Kurswahl, Tage der offenen Tür und andere schulische Feiern bieten den Ausbildungspartnern und Eltern die Möglichkeit, am schulischen Prozess mitzuwirken und die Entwicklung ihrer Lehrlinge und Kinder zu begleiten.
Die kontinuierliche Zusammenarbeit mit Berufsverbänden und Unternehmen unterstützt eine praxisnahe Ausbildung und die Bereicherung des Unterrichtes mit aktuellen, marktrelevanten Themen.

5.4.    Teilnahme an Wettbewerben

Die Schüler werden motiviert, sich an Schülerwettbewerben mit eigenständigen und anspruchsvollen Beiträgen zu beteiligen. Die Fachlehrer informieren über die Wettbewerbe, unterstützen und betreuen die engagierten Schüler.
Eine besondere Herausforderung stellen die Leistungsvergleiche auf Landes- und Bundesebene in den verschiedenen Gewerken, der Wettbewerb „Gute Form“ für die Berufe Tischler und Metallbauer-Fachrichtung Metallgestalter und der Wettbewerb „Jugend forscht“ dar.

5.5.    Ausgestaltung des Schulgebäudes

Unter Leitung der verantwortlichen Fachlehrer werden die Unterrichtsräume auf entsprechendem Niveau ausgestaltet und gepflegt. Dazu finden Auswertungen von Projekten, Belegarbeiten sowie eigens für diesen Zweck gefertigte Darstellungen ihre Verwendung.
Die themenbezogenen Vitrinen sowie die Wände des Treppenhauses und der Flure werden durch Mitwirkung von Schülern zur Präsentation ihrer Unterrichtsarbeiten genutzt.

5.6.    Sportliche Aktivitäten

Der Sport nimmt eine zentrale Stellung im Schulleben ein. Ausgehend von der Auszeichnung „Sportfreundliche Schule“, die unser Berufliches Schulzentrum im Jahr 2002 erhielt und unsere seit Jahren stattfindenden vielfältigen sportlichen Aktivitäten widerspiegelt, wollen die Schüler weiterhin diesen Status erhalten und ausbauen.
Die Auszubildenden und Schüler unseres Beruflichen Schulzentrums nehmen jedes Jahr an verschiedenen Wettkämpfen teil, zum Beispiel am Azubi-Cup der „Freien Presse“. Im Rahmen der Projektwoche werden vielseitige Möglichkeiten in den Sportspielen, im Gesundheitssport und Denksport angeboten.
Besonders hervorzuheben ist der im Rahmen eines pädagogischen Tages mit allen Schüler und Auszubildenden des 1. Lehrjahres stattfindende Präventionstag Gesundheit.

5.7.    Zusatzqualifikationen

Die Schüler der Berufsschule erhalten die Möglichkeit, in verschiedenen Unternehmen eine Zusatzqualifikation zu erwerben. Es werden Zusatzqualifikationen zum Beispiel zu den Themen Qualitätsmanagement und Projektmanagement angeboten. Zum Kennenlernen von Konstruktions- und Produktionsabläufen in verschiedenen Unternehmen werden Betriebsbesichtigungen durchgeführt.
Die Schüler des Beruflichen Gymnasiums erhalten die Möglichkeit, den Umgang mit Konstruktionssoftware zu erlernen: 3D-Zeichen, Entwurfsskizzen, Baugruppendarstellungen, Simulation von Bewegungsabläufen, Fertigungszeichnungen u. a. m.

5.8.    Förderzirkel

Förderzirkel bieten Schülern mit Wissenslücken oder Lernschwächen die Möglichkeit, gezielt ihre schulischen Leistungen zu verbessern.
Mit Förderzirkeln, die schwerpunktmäßig für Schüler mit Migrationshintergrund angeboten werden, kann die schulische Integration dieser Gruppe effektiver gestaltet werden. Schwerpunkt sollen hier Angebote im Umgang mit der deutschen und der englischen Sprache sein. Weiterhin können Förderzirkel für das Fach Mathematik und für das Umformen im Bereich Metalltechnik in Betracht kommen. Für die Durchführung müssen zusätzliche  Unterrichtsstunden zur Verfügung stehen und die Beratungs- und Stützlehrer aktiv einbezogen werden.
Großen Anklang findet der Förderunterricht in Mathematik für Oberschüler, den unsere Schule anbietet.


5.9.    Themenbezogene Exkursionen, Zusammenarbeit mit Firmen und Praktika

Die Besuche von Fachmessen und Ausstellungen dienen dem Kennenlernen verschiedener Firmen und der Information zu technischen Innovationen und Entwicklungstrends.
Der Besuch der Leipziger Buchmesse bietet Chancen zur Kontaktaufnahme mit Schriftstellern der Gegenwart vor Ort und der Information zu deren literarischen Werken. Interviews vor Ort vermitteln tiefere Einblicke in die Lektüre sowie die Biografien und lassen Erkenntnisse und Positionen aus der Unterrichtsarbeit nachvollziehen.
Das Kennenlernen von Flair und Ablauf dieses Ereignisses bzw. von Angeboten und vom Marketing der Verlage wirkt inspirierend auf die unterschiedlichen Interessengebiete der Schüler.

Durch die Exkursionen in Kulturstädte wie z. B. Weimar erweitern die Schüler ihr Wissen und ihre Erfahrungen, intensivieren die Sicht auf unser Kulturerbe. Der Besuch von Museen lässt sie im Unterricht Gelerntes konkret erfahren und ihr theoretisches Wissen über Leben und Wirken der historischen Persönlichkeiten durch unmittelbare Praxisnähe vertiefen.

Die Besichtigung der Architektur- und Industriedenkmäler unserer Region dient der Erweiterung des eigenen Ideenhorizontes.
Von Schülern angefertigte Plakate im Klassenraum zeugen von diesen Besuchen.
Im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig erhalten die Schüler einen Einblick in die DDR-Vergangenheit und setzen sich im Militärhistorischen Museum Dresden mit den Fragen um Krieg und Frieden auseinander.
Ein regelmäßiges Theaterangebot nutzen besonders die Abiturienten, um Werke der klassischen deutschen Literatur inszeniert zu erleben.
Weitere Kunst- und Literaturveranstaltungen wie Musical-, Opern-, Kabarett- oder Museumsbesuche sowie aktuelle Ausstellungen tragen zur Förderung der ästhetischen Erziehung bei.


5.10.    Kunst-, Kultur- und Sprachreisen

Das Berufliche Gymnasium führt Studienreisen ins Ausland (z. B. Italien, Frankreich, England) durch. Während der Studienfahrten stellen die Schüler Bezug zu einer fremden Mentalität, fremden Kultur und Geschichte her, vergleichen andere Normen in einem anderen Kulturraum mit ihren eigenen. In der im Unterricht erlernten Sprache können die Schüler im Gastland praxisnah kommunizieren. Die Italienreise ist kunstorientiert. Durch diese Wirklichkeitserfahrung wird der Sprachunterricht anschaulich und sinnvoll ergänzt.
Durch eigenes Erleben und Erfahren werden die Schüler aufgeschlossener und toleranter für die vielfältigen Erscheinungsformen einer Fremdkultur.
Das soziale Verhalten im Gruppenverband außerhalb des Schulalltags wird gefestigt.


5.11.    Gestaltung der Projektwochen und des fächerverbindenden Unterrichts

Im Rahmen von Projektwochen gestalten die Lehrlinge in Gruppen ein vom Fachlehrer gestelltes oder selbst gewähltes Thema. Ergebnis kann auch ein im Kundenauftrag hergestelltes Objekt sein.
Die Ausprägung von Sozial- und Medienkompetenz sowie die Präsentation von Arbeitsergebnissen unter Beachtung ökonomischer und ökologischer Aspekte bilden Schwerpunkte der Projektwochen.
Allgemeinbildende Aspekte fließen in die zu bearbeitenden Projekte aller Fachbereiche durch die immanente Verknüpfung von Allgemeinwissen sowie fachlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten mit ein. Auch die Gestaltung und Durchführung von Präsentationen spielt hier eine wichtige Rolle.
Die Lehrlinge gewinnen durch Besuche von Betrieben mit den Fachlehrern vielfältige praxisbezogene Kenntnisse und erhalten Einblicke in deren interne Abläufe.
Im Rahmen eines berufsbezogenen Projekts bearbeiten beispielsweise im Fachbereich Metall die Lehrlinge des dritten Lehrjahres innerhalb eines Unterrichtsblocks einen durch den Fachlehrer erstellten Kundenauftrag.

Die Schüler des Beruflichen Gymnasiums führen schuljährlich den Fächer verbindenden Unterricht durch. Die Schüler er- und bearbeiten in Gruppen wissenschaftlich und problemorientiert ein selbst gewähltes Thema. Dieses verknüpft Inhalte mehrerer Unterrichtsfächer. Während einer vorgegebenen Arbeitszeit entstehen verschiedenste fachliche Abhandlungen zu den gewählten Themen. Die Bearbeitung eines komplexen Themas stellt die Schüler vor die Herausforderung, das selbstständige Erarbeiten zu trainieren.
Dies dient der Verbesserung der zukünftigen Studierfähigkeit. Den Höhepunkt stellt hier die Präsentation der Ergebnisse in Form von Vorträgen vor allen Schülern und Lehrern der jeweiligen Jahrgangsstufe  dar. Die Bewertung dieser Vorträge und der zu erarbeitenden Dokumentationen fließt in die Fachnotenbildung ein.


5.12.    Zusammenarbeit mit Universitäten, Hochschulen, Fachhochschulen und Berufsakademien

Zur Förderung naturwissenschaftlich und technisch interessierter und begabter Schüler unseres Beruflichen Gymnasiums, verbunden mit der Lenkung des Studienwunsches in Richtung Ingenieurwissenschaften, arbeiten wir mit der Technischen Universität Chemnitz zusammen. Insbesondere soll Schülern die Möglichkeit eröffnet werden, dort außerunterrichtliche Projektarbeiten realisieren zu können.
Vertreter von Universitäten, Hochschulen, Fachhochschulen und Berufsakademien haben die Möglichkeit, an unserem Beruflichen Gymnasium Studienrichtungen vorzustellen. Zur Studienorientierung, insbesondere bei Ingenieurwissenschaften, besuchen wir entsprechende Wissenschaftsbereiche an den Bildungseinrichtungen.

5.13.    Zusammenarbeit mit Firmen und Unternehmen

Im Rahmen der dualen Berufsausbildung arbeiten wir eng mit Firmen und Unternehmen zusammen. Zu diesem Zweck findet mindestens einmal jährlich für jeden Fachbereich ein Meisterabend oder eine Meistersprechstunde statt. Dabei können sich die Ausbildungsbetriebe beispielsweise über die Auszubildenden, die Ausbildungsinhalte oder Prüfungsanforderungen informieren.
Darüber hinaus gibt es zahlreiche Verbindungen zu Unternehmen, mit deren Hilfe die Qualität der Ausbildung verbessert wird, um damit die Auszubildenden noch besser auf die Anforderungen ihres Berufes vorzubereiten.
Im Fachbereich Körperpflege besteht ein Sponsorenvertrag mit WILD BEAUTY AG. Durch Vorträge zum Marketing, Produkten oder zur Werkzeugkunde/Pro Tools, können schulische Inhalte stark bereichert werden.
Die Sachspenden werden in der Frisörausbildung gut und gern genutzt.

Konkrete Maßnahmen sind u. a.:

-    Organisation von Fachvorträgen für Auszubildende und Lehrkräfte
-    Unterstützung beim Besuch von branchentypischen Unternehmen und Messen
-    Organisation von Zusatzqualifikationen für Auszubildende
-    Unterstützung bei der Durchführung von berufsbezogenen Projekten
-    Bereitstellung von Anschauungsmitteln für den Unterricht
-    Bereitstellung von Fachliteratur, Branchensoftware und Informationen über technische Veränderungen und Neuerungen
-    Ermöglichung der Teilnahme von Lehrkräften an berufstypischen Fortbildungen
-    kostengünstige Bereitstellung von Materialien für den gerätegestützten Unterricht
-    Finanzierung von Wettbewerben und Preisverleihungen
-    finanzielle Unterstützung bei Neuanschaffungen von Geräten und Maschinen

 

6 Der Förderverein

Unser Förderverein wurde im Jahre 1992 gegründet und erhielt seine Rechtsfähigkeit am 09.02.1993 mit der Eintragung ins Vereinsregister des Amtsgerichts Chemnitz unter der Nummer VR 831.

Unser Verein ist selbstlos tätig und erfüllt die Voraussetzungen, die an die steuerliche Gemeinnützigkeit geknüpft werden. Damit dürfen wir Mitgliedsbeiträge und Spenden bestätigen, die steuerlich geltend gemacht werden können.

Die Zielstellungen unseres Fördervereins sind in seiner Satzung beschrieben und umfassen:
-    die Unterstützung der durch das Schulgesetz umschriebenen Aufgaben einer Berufsschule,
-    die Förderung und Pflege der Verbundenheit aller am Schulleben Beteiligten sowie der ehemaligen Lehrer, Schüler, Auszubildenden, Gönner und Freunde,
-    die Hebung und Weiterentwicklung des Ansehens unserer Bildungseinrichtung in der Öffentlichkeit,
-    die Stärkung unserer materiellen Basis durch Sponsorengelder und Mitgliedsbeiträge.
Initiativen:
Im Sinne dieser Zielstellungen verweisen wir mit Stolz auf eine Vielzahl von Erfolgen. Ganz konkret betrifft das die Unterstützung solcher Initiativen wie Schülerwettbewerb und
–projekte, Tage der offenen Tür, Ausstellungen, Konzerte, Fachtagungen, unsere Medienstelle, Exkursionen, feierliche Zeugnisausgaben und Preisverleihungen wie den „Thalhofer Nachwuchs-Innovationspreis“.

Traditionspflege:

Zu den Obliegenheiten des Fördervereins gehört auch die Traditionspflege an unserer Schule. Als Höhepunkte in diesem Zusammenhang sind zu nennen die Instandsetzung unserer Jehmlich- Orgel, die Gestaltung eines Traditionszimmers in der 2. Etage des Schloßstraßen- Gebäudes und die Unterstützung der Feierlichkeiten zum 100. Jahrestag unseres BSZ im Jahre 2012. Fördervereinsmitglieder pflegen die Schulchronik und führen das „Goldene Ehrenbuch der Handwerkerschule“. Außerdem pflegen wir Kontakte zu ehemaligen Schülern als auch Kollegen, dazu gehört auch ein Senioren- Nachmittag.

Materielle Ausstattung:

Seit Gründung unseres Vereins haben uns die Handwerkskammer, die Kreishandwerkerschaft, ansässige Innungen, Handwerker, regionale Unternehmen, Eltern von Schülern, Lehrer und andere Sponsoren mit z.T. sehr großzügigen Spenden unterstützt.
Mit diesem Mitteln gelang es uns, in verschiedene Bereiche unseres BSZ zu investieren, z. B.

Tischler:

-Bogenfräser
-Kantenschleifmaschine
-Fachliteratur

Metallbau:

-Knechtel-Abkantbank
-Sicken- und Bördelmaschine

Friseure:

-Salonausstattung wie Ausbildungstische, Rückwärtswaschbecken etc.
-Software

Kooperationen:

In besonderer Weise profitieren Verein und damit unsere Schule aus verschiedenen Kooperationen, so beispielsweise mit der Firma Holz Fröhlich und der Fachgruppe Holz, wie auch die Zusammenarbeit zwischen der Fachgruppe Frisöre und Herrn Thomas Feuerhack, als freiem Handelsvertreter für Produkte dieser Branche. Neueren Datums ist die Kooperation zwischen Malerwerkstätten Heinrich Schmid und unserer Fachgruppe Farbe/Raum.

7 Maßnahmeplan

Dieser Punkt wird aufgrund seines Umfanges nur auf der Homepage der Schule www.bsz-handwerkerschule.de veröffentlicht.

 

 

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BSZ für Technik II
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